

Schlosspark in Fürstlich Drehna
Das Schloss als weiterentwickelte Wasserburg hatte zunächst keinen repräsentativen Garten. Die Witwe des Fürsten Moritz zu Lynar, der bereits 1807 verstorben war, ließ die Herrschaft zu einem standesgemäßen Landsitz nach den Idealen der ferme ornée umgestalten. Im Rahmen dieses Gesamtkonzeptes wurde ein offenbar vorhandener Barockgarten in einen sentimentalen Landschaftsgarten umgewandelt, der schnell landesweite Bekanntheit erlangte. Eine Neugestaltung und Erweiterung zu einem großzügigen Landschaftspark erfolgte wohl 1819 unter Otto Wanderup Heinrich zu Lynar (1793-1860) - möglicherweise sogar durch Lenné. Da ein Originalplan nicht vorliegt, ist die Frage der Autorenschaft aber unsicher.
Der Reeder Wätjen hat die Anlage später im Sinne Lenné'scher Prinzipien auf 52 ha erweitert. Die Katastrophe kam für den Park im Jahr 1982: 22 ha Parkfläche gingen für den Braunkohlentagebau verloren, dabei wurde der Ziegelteich vollständig beseitigt und der Park durch eine bis zu 8 m hohe Dammaufschüttung nach Nordwesten vom Tagebaugebiet abgetrennt. Durch die Lehmschichten im Boden fiel die Schädigung des Altbaumbestandes infolge der Grundwasserabsenkung allerdings geringer aus als bei anderen Anlagen. Nach 1990 wurde der Park durch den Cottbuser Landschaftsarchitekten Helmut Rippl beispielgebend neu überplant; mit dem Engagement des örtlichen Heimatvereins und der regionalen Bergbauunternehmen gelang die Wiederherstellung, wobei der erhaltene historische Teil durch eine geschickte Einbindung und Bepflanzung des Dammes ergänzt worden ist. Die Schlösser GmbH ließ nach 1999 abschließend den historischen Schlossringgraben und den großangelegten Lindenplatz als Schlossvorplatz wiederherstellen, sowie die Außenanlagen von Gasthaus, Gärtnerei und Orangerie.
(Quelle: reiseland-brandenburg.de)
Schloss Fürstlich Drehna
Crinitzer Strasse 2
03246 Fürstlich Drehna
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